Frau Sippel (Pompea di Casa Odina)

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Wurfdatum 22.05.2018

Schulterhöhe 55cm

 

HD B/B

prcd-PRA N/PRA (B)

D-Locus D1 D/D

 

VAP F 43 Punkte

VAP H 90 Punkte

 

Franzosentag VBBFL Vereinszuchtschau

Formwert vorzüglich

Haarwert vorzüglich

 

VDH Europasieger Ausstellung

Jugendklasse vorzüglich 2

 

Vater: „Bosse“ Obeir Splendeur Doree

HD A/A

 

Mutter: Dis Moi Malou-Zola vom Duckstein

HD C/A

Frau Sippel stammt aus dem Zwinger von Sonja und Matthias Bosse in Marbach am Neckar. Sie hat 10 Geschwister. Im Sommer 2018 holten wir das kleine Energiebündel bei Familie Bosse ab. Von Beginn an zeigte sie keine Unsicherheit, sondern war allem Neuen sehr aufgeschlossen. 

Frau Sippel ist immer noch reichlich neugierig, so steht sie leidenschaftlich gerne auf ihren Hinterbeinen am Fenster und schaut von unserem Schlafzimmerfenster aus zu, was sich unten auf dem Wendehammer vor unserem Haus so alles tut. 

 

Jeder Artgenosse, bekannt oder unbekannt, wird von „Sippi“ freudig begrüßt. Selbst wenn ein zähnefletschender Hund auf sie zustürmt, bleibt sie ruhig und souverän. Sie lässt sich beschnüffeln, schnüffelt selbst und dann fordert sie jeden zum Spiel auf. In den allermeisten Fällen hat sie Erfolg. Manche Besitzer von zurückhaltenden, älteren Hunden, die eigentlich nicht mehr spielen wollen, sind erstaunt, wenn sie ihr Tier plötzlich fröhlich mit Frau Sippel um die Wette laufen sehen. Wir haben den Eindruck Frau Sippel weiß, wie sie auf Artgenossen zugehen muß, damit sie ihrer Spielaufforderung folgen. Und wenn einer mal wirklich gar keine Lust hat, geht ihre Nase nach unten und sie schnüffelt vergnügt den vielen interessanten Gerüchen am Wegesrand nach und läßt ihn in Ruhe.

Auch mit uns Menschen tritt Frau Sippel gerne in Kontakt. Mit Kindern spielt sie gerne Verstecken oder läßt sich willig kleine Kunststückchen beibringen. Unser 9 Jahre altes Nachbarskind holt Frau Sippel oft am Nachmittag für eine kleine Spielrunde ab. Wenn Sippi die Klingel hört und dann das kleine Mädchen am Seitenfenster entdeckt, ist sie vollauf begeistert.

Auch die Grundkommandos hat Sippi schnell gelernt. Egal was man trainiert, Hauptsache man beschäftigt sich mit ihr. Das heißt allerdings nicht, daß sie ständig Aufmerksamkeit möchte und schlecht zur Ruhe kommt. Ganz im Gegenteil, nach dem morgendlichen Spaziergang genießt sie die Ruhe zuhause. 

Auch wenn das Wetter mal schlecht ist, oder alle anderweitig beschäftigt sind, quengelt sie nicht. Solange sie unter dem Schreibtisch liegen darf, sind langweilige Bürotage für Frau Sippel kein Problem. Alles ist gut, wenn sie sich immer wieder an ein Familienmitglied kuscheln kann.

Grundsätzlich braucht ein Barbet, und somit auch Frau Sippel, allerdings reichlich Bewegung. Der morgendliche Spaziergang dauert in der Regel eine Stunde und führt durch den Wald oder gerne auch am See vorbei. Dabei wird ausgiebig geschnüffelt und hin und her gerannt. Weitere, kürzere Runden folgen nachmittags und abends.

Ein „Premium-Spaziergang“ zeichnet sich für sie durch ein Treffen mit ihren (Rüden-)Freunden Paul (Vizla), Yuma (Golden Retriever), Django (Labrador) oder Ede (Barsoi) aus. Dabei kann man einfach nochmal besser aufdrehen!

Am Wochenende unternehmen wir auch gerne längere Fahrradtouren mit dem Hund. Sippi liebt diese langen Runden und weiß, daß sie am Rad noch besser hören muß, und so ist sie besonders aufmerksam.

Wenn Wanderungen anstehen – allein oder mit Freunden – erkennt Frau Sippel sofort die ersten Anzeichen. Bereitet man dann noch das Auto vor, weicht sie einem nicht mehr von der Seite, schließlich könnte sie ja aus Versehen zurückgelassen werden...

Vier Stunden durch die Wälder und Wiesen der Eifel sind für unseren Hund ein Hochgenuss.

Wie bei fast allen Wasserhunden, ist auch bei unserer Frau Sippel das Wasser ein heißgeliebtes Element. Sie schwimmt leidenschaftlich gerne. Wenn man ihr Stöcke oder einen Dummy ins Wasser wirft, stürzt sie freudig hinterher und apportiert. Aber sie sucht sich auch eine Ente am Horizont, um nur losschwimmen zu können.

Ihre Wasserliebe geht soweit, daß wir sie das eine oder andere Mal aus dem kleinen Seerosenteich der Nachbarn fischen mußten. Auch die Nachbarskinder rufen im Sommer schon mal rüber, daß sich Sippi zu ihnen ins Planschbecken gesellt hat.

Selbst im Winter geht sie in jedes Wasser. Neulich ist sie im Garten ihrer kleinen Freundin Elin einfach in den abgedeckten Standpool gesprungen. Man sollte also immer ein Handtuch bereit halten!

Der Barbet ist ein Jagdhund, und auch Frau Sippel ist einer kurzen Verfolgung von Reh und Hase nicht abgeneigt. Sie läßt sich aber schnell abrufen und wenn sie wieder unerklärliche Phasen des Vergessens der eingeübten Regeln hat, werden ein paar Trainingseinheiten mit Schleppleine oder Pfeife und Käse eingelegt und meist klappt es dann wieder.

 

Wie Frau Sippel zu ihrem Namen kam

 

Hier muß man etwas weiter ausholen, da die Namensgebung einer (zugegeben nicht ganz ernstgemeinten) soziologischen Studie im Zusammenhang mit einer unserer Katzen zugrunde liegt:

 

Einer der sehr sympathischen Ärzte in unserer Tierarztpraxis heißt Herr Hülsmann. Nun wollten wir wissen, ob unser neuer Kater im Laufe seines Lebens von Seiten der Praxis besser als unsere anderen Katzen behandelt wird, wenn er den Namen des Arztes trägt. Seither heißt die Katze also „Herr Hülsmann“.

Nun kam also dieser kleine Barbet in unsere Familie und ein Name mußte gefunden werden! Die Entscheidung war schnell gefallen: Herr Hülsmann (also in diesem Fall der Arzt) betreibt die Tierarztpraxis mit seiner Frau, die – der geneigte Leser vermutet es wohl bereits – Frau Sippel heißt. Also findet bei jedem Tierarztbesuch seither immer so etwas wie ein Familientreffen statt...

 

Und übrigens wird - wie ehrlicherweise auch von uns erwartet - keines unserer anderen Tiere von den Eheleuten Sippel/Hülsmann übervorteilt!